Eine Tasse Zeit

13. August 2019


Häufig geniessen wir ihn im Gehen oder einfach nebenher, ab und zu auch nur als Mittel zum Zweck, um wach zu bleiben. Verlockend ist dabei natürlich die Geschwindigkeit und Einfachheit, mit der Kaffee zuzubereiten ist. Nämlich per Knopfdruck. In weniger als 20 Sekunden ist die Tasse mit frisch duftendem Kaffee gefüllt. Und das hat natürlich seine Berechtigung. Denn – seien wir ehrlich – niemand will am frühen Morgen eine Viertelstunde die Kaffeemühle einstellen und fünf Espressi in den Ausguss kippen, weil der Mahlgrad nicht stimmt. Dafür muss man schon ein Liebhaber sein oder einfach viel, viel Zeit haben. Wenn man aber dann einmal Zeit hat, zum Beispiel am Wochenende, sollte man den Kaffee auch geniessen. Denn was hier im Supermarkt so einfach zur Verfügung steht, hat bereits einen weiten und langen Weg hinter sich. Besonders bemerkbar macht sich das bei Spezialitätenkaffee, und zwar im Geschmack.
Das soll nun kein ”Plädoyer mit erhobenem Zeigefinger” über die Vorzüge von sehr, sehr leckerem Kaffee werden, sondern einfach daran erinnern, dass wir den Moment mit einem grossartigen Kaffee viel mehr geniessen sollten. Ohne Handy, ohne Fernseher, dafür mit einer grossen Tasse Zeit und Genuss.


Zwei Schweizer unter den besten Kaffeebrühern der Welt

23. April 2019

Bereits auf dem Swiss Coffee Festival in Zürich qualifizierten sich die Schweizer Kandidaten für die World Coffee Championship in Boston, USA. Die beiden Kaffeebrüher Mathieu Theis und Daniel Hofstetter wurden in ihrer Disziplin jeweils Erster unter den Schweizer Teilnehmern und durften zur Kaffee-Weltmeisterschaft in die USA reisen. 

Die World Coffee Championship 11. – 14. April, fand dieses Jahr im Rahmen der Coffee Expo statt. Bei diesem Event treffen sich jährlich Kaffeeröster, Importeure und Kaffee-Exporteure aus verschiedenen Ländern. 
Das von der SCA  (Specialty Coffee Association) veranstaltete Event gilt als eines der Grössten der Kaffeebranche. 
Die SCA setzt sich dadurch stets für ihre Vision ein, Spezialitätenkaffee, den Anbau, die Aufbereitung und die Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verbessern. Denn nur dadurch kann hervorragender und aussergewöhnlicher Kaffee produziert werden. 

In Boston ging es für die beiden Schweizer Teilnehmer wieder zur Sache. Erneut mussten unter festgelegten Regeln Kaffees zubereitet und gebrüht werden. Die jeweiligen Disziplinen haben unterschiedliche Anforderungen an die Zubereitung und auch an den Geschmack. 
Nebst dem Brühen der Kaffees wird auch eine überzeugende Präsentation verlangt, die die Kandidaten jeweils im Vorfeld vorbereiten. Dadurch können dem Publikum und der Jury Einblicke in die Geschichte des ausgewählten Kaffees oder interessante Informationen über die Aufbereitung gegeben werden.
Während des dreitägigen Wettkampfs bewertet die Jury die Zubereitung, den Geschmack und/oder die Kaffeekreation des Getränks. Die Bewertung erfolgt nach festgelegtem Standard. Für das Brühen und die Präsentation des Getränkes hat jeder Teilnehmer ein Zeitlimit. Anschliessend werden die Getränke bewertet und die Jury vergibt Punkte. Unter allen Kandidaten werden am Ende die besten sechs gekürt. 

Gestern Abend um circa 22 Uhr wurden die Weltmeister der jeweiligen Disziplinen bekannt geben. 
In der Disziplin Barista erreichte der Schweizer Barista Mathieu Theis den sechsten Platz. Womit er zu den besten Kaffeebrühern der Welt zählt. Den ersten Platz belegte Jooyeon Jeon aus Süd-Korea. 

In der Disziplin Brewing wurde der Schweizer Daniel Hofstetter ebenfalls Sechster und belegt damit einen der begehrten ersten sechs Plätze der World Brewers Cup. Hier wurde der erste Platz von Jia Ning Du für China belegt. 

Unter den ersten sechs Gewinnern waren Teilnehmer aus China, Schweden, Italien, Japan, Griechenland, Kanada, Deutschland und der Schweiz.