Kaffeebrühen mit der Herdkanne

02. Oktober 2018

Wer kennt sie nicht? Die kleine, meist silberne Mokkakanne, die zum Kaffeekochen verwendet wird. Vielen ist die legendäre Kanne auch unter dem Namen Bialetti oder Mokka Express bekannt.
Die Kanne wurde von dem italienischen Erfinder, Alfonso Bialetti, im Jahr 1933 erfunden und war damit die erste Kaffeemaschine für den privaten Haushalt. Schon bald nach der Entwicklung trat die Mokkakanne ihren Siegeszug in fast jedem Haushalt an.
Die Mokka Express war eine legendäre Erfindung, die jedem ermöglichte, zu Hause Kaffee zu kochen und das ganz ohne Espressomaschine. Denn diese waren zur damaligen Zeit nur für die Gastronomie zu haben – unbezahlbar für den Privathaushalt.

Der Unterschied zwischen der Mokka Express und der klassischen Espressomaschine bestand darin, dass sie nicht mit hohem Druck Kaffee brühte. Die neuartige Erfindung brüht nämlich mit nur 1,5 bar Druck. Dies machte die Erfindung nicht nur einfach zu bedienen, sondern auch erschwinglich. Dazu kam der große Vorteil, dass die Einzelteile wie Ringe oder Sieb, einfach ausgetauscht werden konnten. Die Mokkakanne war und ist quasi unzerstörbar.

Die Funktionsweise der Mokka Express

Doch nun zu der Funktionsweise der italienischen Herdkanne Die Mokkakanne besteht aus fünf Teilen. Der erste Teil ist der Behälter für das Wasser. Er wird beim Brühvorgang auf den Herd gestellt. In die Öffnung des unteren Teils wird das Sieb gesteckt. Das lange Rohr des Siebes reicht in den Wasserbehälter hinein. Hier steigt später das erwärmte Wasser empor und fließt anschließend durch das Kaffeemehl, das sich im Sieb befindet. Auf das Sieb wird der obere Teil der Mokka Express gedreht. Dieser besteht aus einem Auffangbehälter mit einem Steigrohr. Hier fließt der Kaffee durch, nachdem er durch das zweite Sieb gedrückt wurde. All das geschieht mit einem Druck von maximal 1,5 bar. Deshalb kann das mit der Mokkakanne gebrühte Getränk auch nicht als Espresso bezeichnet werden. Trotzdem entsteht beim Brühvorgang ein sehr leckeres Kaffeegetränk, das sich hervorragend dazu eignet, mit Milch zu mischen.

Vorteile der Mokkakanne

  • einfache Reinigung
  • leicht zu bedienen
  • macht in wenigen Minuten Kaffee
  • Einzelteile können ausgetauscht werden
  • braucht kaum Platz
  • günstig in der Anschaffung
  • ideal für viele Kaffees

Die Reinigung der Mokkakanne
Auch wenn die kleine Kanne deutlich leichter zu reinigen ist als andere Brühvorrichtungen, sollte die Reinigung gründlich sein. Deshalb empfiehlt es sich, die Kanne beim Reinigen komplett auseinander zu nehmen, das bedeutet auch das Sieb und den Gummiring rausnehmen. Je nachdem wie fein das Kaffeemehl gemahlen war, kann es sich bei der Zubereitung auch zwischen dem Gummiring und dem Sieb sammeln. Doch nicht nur das, auch die Öle und Fette des Kaffees lagern sich an diesen Stellen ab. Dies wirkt sich negativ auf den Geschmack des Kaffeegetränks aus. Deshalb ist eine stets gründliche Reinigung bei allen Geräten zum Kaffeebrühen von Nöten. Um die Mokkakanne zu reinigen, werden die beiden Teile auseinandergeschraubt. Das Sieb mit dem Kaffeekuchen lässt sich einfach herausnehmen. Kippe den Kaffeesatz in den Abfall und reinige das Sieb gründlich mit einem Schwamm und Spülmittel. Auch der untere und obere Teil der Mokkakanne lässt sich so gut reinigen. Um den oberen Teil der Kanne gründlich zu putzen, sollte der Gummiring und das kleine, runde Sieb entfernt werden. Beide Teile gründlich mit einem Schwamm abwaschen. Ich rate davon ab, die Teile, auch wenn es bequem ist, in die Spülmaschine zu stellen. Die Einzelteile verändern ihre Farbe und sind laut einigen Herstellern auch nicht dafür geeignet. Tipp und Trick zum Brühen mit der Mokkakanne Um mit der Herdkanne ein leckeres Getränk zuzubereiten, sollten einige Punkte beachtet werden. Zuerst der wie ich finde, wichtigste Punkt: die Wassertemperatur. Koche das Wasser immer zuerst auf, bevor du es in die Mokkakanne gibst und diese auf den Herd stellst. Befüllst du die Kanne mit kaltem Wasser, braucht der Herd zu lange um dies zu erwärmen, dabei wird auch die Mokkakanne selbst warm. Das Kaffeemehl im Inneren erhitzt sich und verliert in Sekundenschnelle an Aromastoffen. Dadurch wird der Geschmack des Getränks negativ beeinflusst. Schneller und besser geht es, wenn in die Mokkakanne bereits heißes Wasser gegeben wird. Denn dadurch kann es sich schneller erhitzen und das Steigrohr hinauf den Kaffee brühen. Das Kaffeemehl erhitzt sich nicht unnötig in der Kanne und verliert weniger an Qualität.


Filterkaffee Rezept

02. Juli 2018


16 Gramm Kaffee Mahlgrad mittel
255 ml Wasser
Temperatur 94°C


Schritt 1
Kaffeebohnen frisch mahlen.
Das Mahlergebnis sollte etwas feiner als Zucker sein.

Schritt 2
Das Filterpapier in den Filterhalter legen und mit heissem Wasser ausspülen.

Schritt 3
16 Gramm gemahlenen Kaffee in den Papierfilter füllen. Mit ca. 30ml heissem Wasser das Kaffeemehl kurz anfeuchten und 30 Sekunden quellen lassen. Dies sorgt für eine gleichmässigere Extraktion.

Schritt 4
Anschliessend den Rest des Wassers in den Filter giessen. Dabei immer darauf achten, das Kaffeemehl vom Filterrand wegzuspülen. Beim Eingiessen des Wassers ein gleichmässiges Verwirbeln des Kaffeemehls erzeugen.

Schritt 5
Nachdem alles Wasser durch den Filter gelaufen ist, kann der leckere Kaffee genossen werden.