Eine Tasse Zeit

13. August 2019


Häufig geniessen wir ihn im Gehen oder einfach nebenher, ab und zu auch nur als Mittel zum Zweck, um wach zu bleiben. Verlockend ist dabei natürlich die Geschwindigkeit und Einfachheit, mit der Kaffee zuzubereiten ist. Nämlich per Knopfdruck. In weniger als 20 Sekunden ist die Tasse mit frisch duftendem Kaffee gefüllt. Und das hat natürlich seine Berechtigung. Denn – seien wir ehrlich – niemand will am frühen Morgen eine Viertelstunde die Kaffeemühle einstellen und fünf Espressi in den Ausguss kippen, weil der Mahlgrad nicht stimmt. Dafür muss man schon ein Liebhaber sein oder einfach viel, viel Zeit haben. Wenn man aber dann einmal Zeit hat, zum Beispiel am Wochenende, sollte man den Kaffee auch geniessen. Denn was hier im Supermarkt so einfach zur Verfügung steht, hat bereits einen weiten und langen Weg hinter sich. Besonders bemerkbar macht sich das bei Spezialitätenkaffee, und zwar im Geschmack.
Das soll nun kein ”Plädoyer mit erhobenem Zeigefinger” über die Vorzüge von sehr, sehr leckerem Kaffee werden, sondern einfach daran erinnern, dass wir den Moment mit einem grossartigen Kaffee viel mehr geniessen sollten. Ohne Handy, ohne Fernseher, dafür mit einer grossen Tasse Zeit und Genuss.