Warum schmeckt Kaffee bitter?

05. Dezember 2017


Einer der Hauptgründe, die ich zu hören bekommen, wenn ich frage, warum jemand keinen Kaffee trinkt, ist dieser: Kaffee schmeckt bitter, das mag ich nicht.
Doch warum schmeckt Kaffee bitter? Muss er so schmecken? Gibt es auch Kaffee, der nicht so schmeckt? 
Da Kaffee ein sehr komplexes Produkt ist, gibt es hierauf keine einfache Antwort. Beim Kaffee können viele verschiedene Gründe dazu führen, dass er bitter schmeckt. 

Der erste und wahrscheinlich häufigste Grund ist die Röstung. Beim Kaffeerösten werden viele chemische Reaktionen ausgelöst. Die geschmackliche Auswirkung wird von Faktoren wie der Röstdauer, den Temperaturen und natürlich den Bohnen bestimmt. 
Hat man aber die fertigen Bohnen in der Hand, lassen sich nur mit viel Fachkenntnis Rückschlüsse auf das Röstprofil schließen. Ein einfacherer Weg festzustellen, ob der Kaffee wohl eher bitter ist oder nicht, ist die Farbe der Bohne. Als Faustregel gilt, je dunkler die Bohne desto bitterer der Geschmack. Das extreme Beispiel sind Kaffeebohnen, die sehr dunkel sind und auf der Oberfläche ölige Flecken haben. Typisch für sehr dunkel geröstete Kaffees sind süd-italienische Espressi. 

Die Farbe und somit auch die Röstung sind nur ein Grund, wieso Kaffee bitter schmeckt beziehungsweise röstig. 
Ein weiterer Grund liegt in der Zubereitung des Getränks. Dabei geht es hauptsächlich um die Kontaktzeit zwischen Wasser und Bohnen. Auch die Größe der gemahlenen Bohnen spielt eine Rolle. 
Der Grund für den bitteren Geschmack ist hierbei die Dauer der Extraktion, das bedeutet: wie lange ist der Kaffee in Kontakt mit dem heißen Wasser.
Schmeckt der Kaffee, ob als Espresso oder Filterkaffee, sehr bitter, kann das daran liegen, dass er zu lange mit dem Wasser in Kontakt war. Dabei werden viele Bitterstoffe und auch Gerbsäure aus den gemahlenen Bohnen gelöst. Diese sorgen für einen bitteren Geschmack. 
Um diesem Ergebnis entgegen zu wirken, sollte der Mahlgrad der Bohnen vergröbert werden. Denn bei größeren Kaffeestückchen fließt das Wasser schneller durch. Das bedeutet: weniger Kontaktzeit und weniger Bitterstoffe in der Tasse. 

Der letzte Grund, wieso Kaffee bitter schmecken kann, ist das Koffein. Denn Koffein hat von Natur aus einen bitteren Geschmack. Allerdings hat das Koffein im Kaffee eine der geringsten Auswirkungen auf den bitteren Geschmack. Ein gut gerösteter und gebrühter Kaffee schmeckt kaum bitter, trotz Koffein. 


Countdown

28. November 2017

10 Mit voller Kraft voraus starte ich mit meinem Kaffee Unternehmen Monsoon Coffee. Allerdings kam mir der Name dafür erst bei Schritt neun.
Denn als der Countdown beginnt bin ich viel zu aufgeregt und zu motiviert als das ich auch nur eine Sekunde einen klaren Gedanken fassen könnte.
Deshalb startet der Countdown für mein Kaffee Projekt mit ausschweifenden Überlegungen zu Kaffee und grossartigen Gedanken.

9 Wenige Zeit später habe ich die grossen Gedanken sortiert und auf Papier gebracht.
Der Name Monsoon Coffee ist entstanden. Nicht am Schreibtisch oder im Büro, das momentan aus meinem Esstisch besteht, sondern wie alle Ideen unter der Dusche. Deshalb wahrscheinlich auch die Idee mit dem Monsun. Wegen der Tropfen.

8 Die Website brennt. Nicht im wortwörtlichen Sinn aber langsam wird’s brenzlig. Das liegt an all den verschiedenen Dingen und Texten die eine Website so braucht. Und der Programmierer.
Schon morgens klingelt das Telefon. Jetzt muss Job und Kaffee irgendwie unter einen Hut. In der Mittagspause werden alle administrativen Aufgaben abgearbeitet und abends nach der Arbeit kommt der kreative Regen. Sturm. Unwetter. Was weiss ich? Denn das Kaffee Projekt nimmt immer mehr Fahr auf. Von Windstärke 1 auf mindestens 4.

7 Noch weht der immer schneller aufkommende Kaffeesturm mir nicht die Gedanken aus dem Kopf, dennoch wird es langsam ungemütlich. Mittlerweile prasseln Termine ein wie ein Gewitterschauer auf mich ein. Ein wenig lichtet sich der Horizont als ich endlich meinen ersten Rohkaffee bestelle. Er kommt sicher und ohne Unwetter in Basel im Hafen an. Zumindest ein Teil. Der andere schippert wohl noch auf dem Meer nach Europa.

6 Doch der helle Lichtstreifen am Horizont verzieht sich und mein innerer Sturm wird stärker. Die Windstärke nimmt zu und schleudert mir alles was nicht Niet und nagelfest ist um die Ohren. Das heisst Termine um Termine, Telefonate mit dem Programmierer, der Frau von der Gestaltung und den Fotografen.
 

5 In meinen Gedanken herrsch Windstärke 7.
Neben all den Gedanken wie die Kaffees heissen sollen, welche Geschichten sie erzählen sollen wird nun endlich das Signal zum Start der ersten Kaffee Röstung gegeben. Jetzt wird’s knapp.
Noch habe ich einige Minuten bis der Kaffeeröster heiss genug ist um mit der ersten Röstung loszulegen.

4 Die Rösttrommel zeigt bereits 120 Grad als in meinen Gedanken nun ein Sturm von noch nie dagewesenem Ausmass tobt. Als ob das nicht reicht stürmt es jetzt auch noch in Echt. Diesen Sommer stürmt es sehr oft. Hat mein Gedankensturm etwas damit zu tun?


Ich packe meine letzte Kraft und gehe wieder raus in den Sturm, gedanklich natürlich. Tausend Fragen sind noch offen und die Zeit rennt davon.
Sind die Kaffeetüten bestellt?
Wo sind die Aufkleber für die Tüten?
Ist der letzte Rohkaffee endlich angekommen?

3 Mental renne ich die letzten Meter. Jetzt sind es nur noch wenige Minuten bis der Kaffeeröster in Basel heiss genug ist und es los gehts. Dann werden die grünen Kaffeebohnen geröstet und veredelt.
Immer noch tobt in meinen Gedanken der Sturm.
Da sind die Gedanken schon wieder:
Wie sollen die Kaffees heissen?
Habe ich an alles gedacht?
Doch bevor ich mich den Gedanken widmen kann, prasselt schon das nächste Gedanken Gewitter auf mich herunter.
Denn die Website hängt, der Shop ist noch nicht fertig und die Texte und Inhalte für meine Website irgendwie auch nicht. Ich bin es hingegen schon. Fix und fertig.


2 Im Auge des Sturms gebe ich das letzte OK zur Website. Auf die Plätze fertig…Wo ist der Kaffee?

1 Mittlerweile hat die Rösttrommel die richtige Temperatur erreicht. Der Rohkaffee wurde eingefüllt und färbt sich langsam von grün zu gelb. Der erste Spezialitätenkaffee von Monsoon Coffee ist fast fertig.

0 Zum ersten Mal lichtet sich der Himmel in meinen Gedanken. Die warmen Sonnenstrahlen scheinen durch die letzten gedanklichen Wolken hindurch. Der Sturm ist vorbei. Auch draussen sieht es nach Sonne und Sommer aus.
Erschöpft aber glücklich lasse ich mich auf mein Sofa fallen. Vor mir steht der Kaffee, frisch geröstet und verpackt. Der Sturm ist vorbei und eingefangen in jedem der Kaffees.